Die Diagnose PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) wurde zunächst im Zusammenhang mit den US-Amerikanischen Veteranen, die aus dem Vietnamkrieg zurückkehrten, Ende der 70er Jahre entwickelt und gilt seit 1980 als anerkannte Diagnose bei komplexen traumatischen Symptomen. Später hat man erkannt, dass die Symptome, die bis zu einem Viertel der Kriegsveteranen (übrigens aller Kriege, auch der aus dem 1. und 2. WK oder heute aus Syrien, Afghanistan oder der Ukraine!) quälten, auch Menschen entwickelten, die "einfach nur" unter belastenden Bedingungen aufgewachsen sind. UND hier gilt besonders: Wenn Kinder unter schwierigen Verhältnissen aufwachsen, es also ihre ersten Bezugspersonen, wie Vater und Mutter waren, die die Verursacher von Entsetzen, Missbrauch, Schmerzen usw. waren, dass diese Kinder, wen sie erwachsen sind, nur schwer genesen können, einfach weil die Belastungen quasi schon ein Teil ihres Leben geworden sind und fast als "normal" empfunden wurden und werden.
Typische Merkmale von PTBS sind abwechselnde Wutausbrüche mit langen Phasen emotionaler Verschlossenheit, manchmal auch mit sogenannten Flashbacks (Erinnerungen der schlimmen Erfahrungen, die sich absolut real im Hier und Jetzt anfühlen, obwohl es NUR eine Erinnerung ist).
Das Buch "Das Trauma in dir" von Bessel van der Kolk ist eine absolute Empfehlung von mir, weil es sehr ausführlich und wissenschaftlich fundiert erklärt, was bei Trauma im Körper passiert.
Aus meiner Arbeit kann ich aber sagen, wenn ich mit schwer traumatisierten Menschen arbeite, die nicht aus Kriegsgebieten kommen, sondern die schweren emotionalen Belastungen eher in der Kindheit ausgesetzt waren - man spricht auch von sogenannten BINDUNGSTRAUMATAS, weil die ersten Bindungspersonen an der Entstehung des Traumas ursächlich beteiligt waren - habe ich es eher weniger mit Flashbacks zu tun (auch wenn diese vorkommen können).
Ich sehe in meiner Arbeit eher solche Anzeichen von PTBS oder BINDUNGSTRAUMATAS:
- kein oder wenig Vertrauen ins Leben und/oder in die Zukunft
- niedriger Selbstwert
- Alleinsein ist meistens unerträglich
- Fühlen von innerer Leere oder Sinnlosigkeit des eigenen Daseins
- kein guter Bezug zum eigenen Körper bis hin zu Selbstverletzungen
- Probleme gesunde Bindungen einzugehen und gesunde Beziehungen führen zu können (das sind dann eher Bindungen und Beziehungen, die auf Abhängigkeitsverhältnissen beruhen)
- Schwierigkeiten im Umgang mit den eigenen Kindern bis hin zu Kontaktabbrüchen Seitens der (erwachsenen) Kinder
- das Gefühl nirgendwo angekommen zu sein
- das Gefühl zu haben, niemanden vertrauen zu können
- auch berufliche Unzufriedenheit, also nicht erfüllt zu sein von seiner Arbeit, kann hier eine Rolle spielen, weil sich auch darin zeigt, dass das Leben eher als innere Leere oder Sinnlosigkeit wahrgenommen wird, denn als Geschenk
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Ich arbeite in erster Linie mit dem Bonding, den Journey Heilreisen nach Brandon Bays sowie mit Aufstellungen an den früheren Erlebnissen und sehe immer wieder, dass auch schwerste Erlebnisse aus der Kindheit, wenn auch nicht ganz heilbar (es bleibt immer ein Teil von einem), so doch in etwas Positives ins Leben umgewandelt werden können.
Und auch ich kann das aus meiner eigenen Erfahrung bestätigen (nicht nur aus meiner Arbeit mit so vielen wunderbaren Menschen). Diese traumatischen Erfahrungen können wir verarbeiten. Ja, sie sind auch heute noch ein Teil von mir. Aber sie bestimmen nicht mehr mein Leben. Denn, auch ich hatte die Diagnose PTBS und ich kann heute von mir sagen, dass ich glücklich bin, glücklich mit mir, mit meinem Leben, mit meinem Körper. Ich bin dankbar fürs Leben und alles was mir geschenkt wurde. Ich hänge nicht mehr in der Vergangenheit fest, lebe im Hier und Jetzt und freue mich auf die Zukunft, egal wie die aussehen wird.
Wichtig ist mir hier noch zu sagen: Der entscheidende Schritt für dich ist, dich aus der Opferrolle und aus dem Widerstand heraus zu begeben. Solange du noch im Vorwurf bist - gegenüber dem Leben, den Eltern oder auch gegenüber deinem Gefühlsklärer, wenn du in einem Dualseelenprozess bist - solange wird dein Körper nicht in der Lage sein, die schlimmen Erlebnisse zu verarbeiten. Du hältst dich dann quasi selbst gefangen in deinem eigenen Bild von Opfertum, Vorwurf und Widerstand.
Alles Liebe, Susanne
Zum Thema Trauma kann dir auch dieser Blogartikel weiterhelfen: "Kopf tötet Heilung - Wieso dir dein Verstand bei deiner Heilung im Weg stehen kann und was das mit Problemdenken vs. Lösunsgdenken zu tun hat"
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